Block

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Der Briefmarkenblock

Der Block oder Briefmarkenblock (Mehrzahl: -Blocks, nicht -Blöcke) besteht aus einer oder mehreren zusammenhängenden Briefmarken, die mit einem breiten, meist vielfach verzierten und beschrifteten, Rand versehen sind. Teilweise wird das Motiv der Briefmarke auf dem Rand fortgesetzt bzw. geht in benachbarte Marken über (siehe Beispiel unten). Es werden auch unterschiedliche Wertstufen zusammen gedruckt oder spezielles Papier verwendet. Ein besonderer Anlass wird durch die besondere Briefmarkenausgabe hervorgehoben. Der Verkaufspreis der Blocks liegt meist über dem Frankaturwert der Marken und enthält Zuschläge für meist wohltätige Zwecke. Briefmarkenblocks werden am Postschalter nur im Ganzen verkauft. Für Blocks wird fast ausschließlich Kastenzähnung angewandt.

Geschichtliches

Die ersten Vorläufer der Blocks erschienen am 3. Januar 1923 in Luxemburg. Es handelte sich um Marken anlässlich der Geburt der Prinzessin Elisabeth, die mit besonders breitem, inschriftlosen Rand verausgabt wurden. Man spricht von einer Gedenkausgabe in Blockform.

Im Jahre 1925 folgte dann der luxemburgischen Idee Frankreich mit einer Blockausgabe im heutigen Sinne. 50.000 Blocks wurden anlässlich der Exposition Internationale de Timbre-Poste in Paris am 2. Mai verausgabt. Diese Blocks besitzen einen großen, gedenkblattähnlichen Rahmen mit Verzierungen und einer Inschrift.

Im Deutschen Reich erschienen erstmals im Jahre 1930 Blocks an den Schaltern der Reichspost, anlässlich der Briefmarkenausstellung IPOSTA in Berlin.

In Österreich wurden die ersten Blocks anlässlich der WIPA 1933 aufgelegt.

Der größte Block wurde 1964 von der DDR zum 15. Jahrestag des Bestehens der Republik herausgegeben. Er enthielt 15 verschiedene unperforierte Marken, die auf eine Karte des Landes aufgetragen waren. Die Abmessungen des Blocks betragen 210x285 mm.

Postalischer Zweck

Für uns Kinder (2002)
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Für uns Kinder (2002)
Letzter Briefmarkenblock (Michel-Katalog-Nr. Block 8) der Deutschen Bundespost Berlin mit vier Briefmarken und Sonderstempel vom 15. Januar 1987 zur 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin.
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Letzter Briefmarkenblock (Michel-Katalog-Nr. Block 8) der Deutschen Bundespost Berlin mit vier Briefmarken und Sonderstempel vom 15. Januar 1987 zur 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin.

Der Briefmarkenblock dient wegen seiner Größe in vielen Fällen keinen praktischen Frankaturzwecken. Wenn, dann finden Blocks mit Einzelmarken, z.B. die Blocks "Für uns Kinder", mit Marken des üblichen Standardbriefportos gelegentlich ihren Weg auf Briefsendungen. Aber insbesondere bei der Zusammenstellung von mehreren Marken in einem Block ist der Frankaturzweck mehr als fraglich, so z.B. wie im rechts abgebildeten Briefmarkenblock zu 750 Jahre Berlin, Portowert: 40+50+60+80 = 230 Pfennig = 2,30 DM. Um einen portogerechten Brief damit zu frankieren, hätte man einen großen DIN-C4-Umschlag alleine schon wegen der Größe von 130 × 100 mm des Blocks gebraucht. Auch weitere sogenannte Vorausverfügungen wie Einschreiben, Eilbrief, Wertbrief oder ähnliches hätte man gebraucht um einen "frankaturgültigen" Brief zu schreiben.

Der Briefmarkenblock ist daher ein fast reines Sammlerobjekt und landet deshalb meistens direkt bei den Philatelisten im Album, ohne dass die verausgebenden Postunternehmen eine Beförderungsleistung erbringen müssen.

Abgrenzung Block gegenüber Kleinbogen

Kleinbogen sind keine Blocks und unterscheiden sich vom Block dadurch, dass entweder nur eine Briefmarke mehrfach vorkommt und/oder der Blockrand nicht überdurchschnittlich breit ist und keine spezielle Beschriftung aufweist.

Typische Kleinbogen aus deutschen Sammelgebieten: DDR Kleinbogen mit Märchenmotiven (schmaler Rand ohne spezielle Beschriftung), Bundesrepublik Deutschland 1979, Kleinbogen zum Tag der Briefmarke (kein Block trotz Randverzierung, weil 10 gleiche Briefmarken enthalten)

--WJ56 14:28, 8. Sep 2007 (CEST)

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