Département der Leine

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Département der Leine Leinedépartement Département de la Leine
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Département der Leine
Leinedépartement
Département de la Leine

Das Département der Leine (Département de la Leine) oder Leine-Département war von 1807 bis 1813/14 eine von acht Départements genannten Verwaltungseinheiten des Königreichs Westphalen. Dieses Département umfasste ein Gebiet von der Werra über Göttingen, Einbeck und Rinteln bis an die Weser nördlich von Minden.

Departement der Leine
Leinedepartement
Département de la Leine
Basisdaten (1810)
Bestehen 1. Dezember 1807 bis 1813
Königreich: Westphalen
Präfektur: Göttingen
Einwohner: 234.661 (Dezember 1810)
Distrikte: Göttingen
Einbeck
Rinteln
Präfekt: Franzen (versetzt ins Allerdépartement)

1811 Rittmeister Delius

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Karte des Départements der Leine
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Karte des Départements der Leine


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 1. Dezember 1807 wurde das Département der Leine aus dem Fürstentum Göttingen, aus einem Teil des Fürstentum Grubenhagen, einem Teil der Länder Hildesheim, Braunschweig und Hessen gebildet. Hauptort des Départements war Göttingen.

Am 1. September 1810 kam der Rest des Herzogtum Hannovers ins Département der Leine. Es war dies das zwischen den Distrikten Hannover (Département der Aller), Hildesheim (Département der Oker) und Einbeck liegende hämelsche Quartier des Fürstentum Calenberg.

Die Distrikte Göttingen und Einbeck blieben unverändert. Der Distrikt Rinteln bestand nun aus dem oben genannten Teil von Calenberg, der Herrschaft Spiegelberg, dem Canton Ottenstein (vom Distrikt Höxter aus dem Département der Fulda) und den Kantonen Rinteln und Oldendorf (vom Distrikt Rinteln aus dem Département der Weser). Aus dem Distrikt Rinteln kamen Sachsenhagen, Obernkirchen, Rodenberg und Freuenberg ins Département der Aller.

Kaiser Napoleon zog eine Linie nordwestlich von Weser, Werre, Johannisbach und Schwarzbach. Er annektierte das Gebiet nördlich dieser Linie, bis zur Küste, um seine Kontinentalsperre unter bessere Kontrolle zu bringen. Es entstanden die Hanseatischen Départements. Daraufhin kamen am 1. Januar 1811 die Distrikte Rinteln, ohne die Exklaven und die Gebiete rechts der Weser, zum französischen Département der Oberen Ems. Im Distrikt Einbeck wurde der Kanton Halle nicht mehr aufgeführt.

Zustand 1811

Das Département der Leine war 1810 etwa 74 Quadratmeilen oder 225 Lieues (franz. Wegstunde) oder 1.631.121 Braunschweigische Morgen groß. Rechnet man die Quadratmeilen zu 55 km², so kommt man auf eine Gesamtfläche von 4.070 km². Die Einwohnerzahl wird zum 31. Dezember 1810 mit 233.027 angegeben. Sie lebten in 19 Städten, 22 Marktflecken, 5 Vororten, 526 Dörfern, 96 Weilern und 222 Einzelgebäuden mit insgesamt 174.486 Feuerstellen. Den 58.541 Stadtbewohnern standen 174.486 Landbewohner gegenüber.

Das Département bestand aus 3 Distrikten, 42 Kantonen, 362 Gemeinden, 34 Kantonmairien und 42 Friedensgerichten. Der Appellationshof war in Kassel. Die Hauptstadt war Göttingen.

  • Der Distrikt Göttingen hatte 83.416 Einwohner und umfasste 1312,5 km² in 7 Städten, 5 Markflecken, 179 Dörfern, 17 Weilern und 84 Einzelgebäuden mit insgesamt 12.435 Feuerstellen, oder in 8 Kantonen und 145 Gemeinden. Die Distrikthauptstadt war Göttingen.
  • Der Distrikt Einbeck hatte 73.979 Einwohner und umfasste 1.155 km² in 6 Städten, 6 Markflecken, 3 Vororten, 157 Dörfern, 41 Weilern und 81 Einzelgebäuden mit insgesamt 9.581 Feuerstellen oder 14 Kantonen und 101 Gemeinden. Die Distrikthauptstadt war Einbeck.


Das Königreich Westphalen war in Départements, die Départments in Distrikte, diese in Kantone und letztere in Munizipalitäten eingeteilt. Einteilung des Département der Leine

Die Präfekturen

Das Département der Leine hatte seinen Sitz im Michaelishaus (Göttingen). Es wurde geleitet vom Präfekten Franzen, unterstützt von seinem Sekretär Piautaz.

Der Ratsversammlung gehörten die Herren Westfeld, Baron von Grote und Westphal an.

Zur Ratsversammlung des Unterpräfekts von Göttingen gehörten 1810 Christiani, Ludewig, Sedchenchen, Piautaz, Gleim, von Grote, von Goetz, Koch, Pansen und von Seebach, 1811 Graf von Hardenberg (Präsident) Bornemann, Bötticher, Ernst, Goetz, von Oldenhausen, John, Lüder, von Mansberg, Scheidemann, Tuckermann, von Wangenheim, Wedemeyer, Wagemann, Bode und von Campen,

Weitere Unterpräfekten gab es in

  • Einbeck: der Unterpräfekt Pini mit seinem Sekretär Walter,
  • 1811 Rinteln: der Unterpräfekt von Haxthausen mit seinem Sekretär Schwarzenberg

Postmeister im Département der Leine

Das Königreich Westphalen hatte die Posthoheit im Lande (siehe Postgeschichte des Königreichs Westphalen). Einteilung der Département der Leine

Siehe auch

[Napoleonische Zeit in Deutschland Napoleonische Post in Norddeutschland

Die rechtsrheinischen Departemente

Département der Rur (Roer) Département Rhein Mosel (Rhin et Moselle) Département der Saar (Sarre) Département des Donnersberg (Mont-Tonnerre)

Die linksrheinischen Départemente

Département der Wälder (Forêts)

Die niederländischen Départemente

Département der Ysselmündung (Boches de Iýssel) Département der West-Ems (Ems Occidental) Département der Oberyssel (l´Supérieur) Département der Ost-Ems (l´Ems Oriental)

Die Hanseatischen Département

Département der Elbmündung (Bouches de l´Elbe) Département der Wesermündung (Bouches du Weser) Département der Oberen Ems (l´Ems Supérieur) Département der Lippe (de la Lippe)

Königreich Westphalen

Königreich Westphalen Königreich Westphalen Einteilung Postgeschichte des Königreichs Westphalen

Département der Elbe (de l´Elbe) Département der Fulda(de la Fulde) Harz Département (du Harz) Département der Leine ( de la Leine) Département der Oker (de l´Oker) Département der Saale (de la Saale) Département der Werra (de la Werra) Département der Weser (du Weser) Département der Aller (de l´Aller) Département der Niederelbe (de Ilmenau) Département der Elbe- und Weser-Mündung (Bouche der Elbe et du Weser / Nord-Département)

Großherzogtum Berg

Postgeschichte des Großherzogtum Berg Département des Rheins Département der Sieg Département der Ruhr Département der Ems

Literatur

  • Conrad Müller: Allgemeine Vorschrift den Dienst der Briefposten betreffend. Hamburg 1811.
  • Albrecht Friedrich Ludolf Lasius: Der französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Großen im Jahre 1812. Ein historisches-Handbuch, Erste Abteilung, bey Johann Gottfried Kißling, Osnabrück 1813.
  • Helmut Stubbe-da Luz: „Franzosenzeit“ in Norddeutschland (1803–1814). Napoleons Hanseatische Departements. Bremen 2003, ISBN 3-86108-384-1.
  • J. von Münstermann: Almanach des Lippe-Departements
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