Deutsche Post in Rumänien

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 Kriegsteteuermarke

In Bukarest regelte ab dem 26. Dezember 1916 die “Deutsche Postdirektion in Rumänien” die postdienstlichen Angelegenheiten. Sie war dem Feld-Oberpostmeister unterstellt und damit dem Stabe der Militärverwaltung zugeteilt. Sie hatte lediglich die Postversorgung der Besatzungstruppen und Behörden wahrzunehmen und unterstand in postdienstlichen Angelegenheiten dem Feld-Oberpostmeister. Ihre Leitung hatte ein Armee-Postinspektor.

Inhaltsverzeichnis

Landpostdienst

Am 1. Juni 1917 wurde in Rumänien der Landespostdienst mit rumänischem Personal unter deutscher Leitung aufgenommen. Die Leitung erfolgte vom Postamt in Bukarest aus. Im Lande wurden Poststellen eingerichtet. Außer militärischen Dienststellen und Einrichtungen wurden einheimische Kräfte herangezogen. Den Austausch zwischen den einzelnen Poststellen und über die Grenze Rumäniens besorgte die Feldpost. .

Postdienst

 Markenausgaben
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Markenausgaben

Die deutsche Militärverwaltung gab zwischen 1917 und 1918 mehrere Postwertzeichen heraus. Bei den ersten zwei Editionen handelte es sich um Germania-Überdrucke. Die erste Ausgabe trug neben der Nominale den Aufdruck "M.V.i.R." in einem Kasten, die nächste den Aufdruck "M.V.i.R." in Frakturschrift. Diese Marken waren in von Deutschen besetzten Gebieten gültig.

Die dritte Germania-Marken erschien nach dem Friedensvertrag mit den Aufdruck "Rumänien", gültig für das gesamte Rumänien. Alle Marken erschienen in der Landeswährung Leu und Bani.

Die Sendungen waren nach den Sätzen des Weltposttarifs freizumachen,

Portomarken

Eine der sieben Portomarken
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Eine der sieben Portomarken

Am 1. März 1918, wurde ein Nachdruck der rumänischen Portomarken (sieben Marken) mit M.V.i.R im Kasten überdruckt. Sie waren im gesamten Rumänien gültig.

Zwangszuschlagsportomarke

 Kriegssteuermarken (Mich. 1 und 2)
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Kriegssteuermarken (Mich. 1 und 2)

Die beiden Kriegssteuerausgaben trugen die Aufschrift "M.V.i.R." auf rumänischen Marken, wie dies auch bei den beiden verausgabten Stempelmarken, den Portomarken (sechs Marken) und der Zwangsbeisteuer-Portomarke der Fall war.

Ende

Am 1. Juni 1918 wurde die deutsche Postdirektion in Rumänien aufgehoben, alle Feldposteinrichtungen der Besatzungstruppen wurden unter eine neugebildete Feldpostdirektion Rumänien gestellt, die auch die Sorge für das Landespostwesen nach Art. 17 des Friedensvertrags mit Rumänien übernahm.

Mitte September 1918 waren fast alle vor dem Kriege vorhanden gewesenen Postanstalt wieder im Betrieb unter Leitung der Deutschen Feldpostdirektion.

Literatur

  • Schranke: “Geschichte der deutschen Feldpost im Kriege 1914/18". Verlag der Reichsdruckerei, Berlin 1921; Archiv t S.33ff., 1918 S. 169ff., 220ff., 1933 S. 13, 1940 S. 25ff.
  • Handwörterbuch des Postwesens. Hrsg: Bundesministerium für des Post- und Fernmeldewesen, Frankfurt a.M. 1953
  • Verzeichnet in jedem Michel Deutschland-Spezial-Katalog, Stichwort Deutsche Besatzungsausgaben 1914-1918 (Postgebiet Ob. Ost)

Siehe Auch

Weblinks

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