Rollenmarkenvorläufer

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Der Begriff wird in der Literatur von F. Spalink im Buch "die deutschen Hufeisenstempel" beim Stempel 17-1M erklärt. Um das massenhafte Frankieren von Lotterielosbriefen zu erleichtern, wurden die damals verwendeten Brustschildmarkenbogen mit der Schere in waagrechte Streifen vorgeschnitten. Um die Marke dann auf dem Brief zu platzieren war nur noch die Trennung einer Zahnreihe erforderlich.

Diese Art der Vortrennung ist auch auf Drucksachen, Trauerbriefen, Einladungen, Geschäftsbriefen, frankierten Rückumschlägen und anderen, vielfach produzierten Belegen zu beobachten. Viele Marken aus der Zeit, als es keine Rollenmarken oder andere Formen einer maschinellen Freimachung gab, weisen Scherentrennung auf. Eine häufige Ursache ist ein zu knapper Ausschnitt der Marken von Belegen, aber auch die Unsitte, gezähnte Marken trotz Zähnung weiterhin mit der Schere vom Bogen zu trennen. Die so mit Scherentrennung versehenen Marken, weisen einen Mangel auf und werden mit Preisabschlägen gehandelt. Damit die Rollenmarkenvorläufer von den mangelhaften Marken unterschieden werden können, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Es kann im Einzelfall auch ein anderer Nachweis möglich sein.

Rollenmarkenvorläufer1/3 Gr. auf Ortsbrief
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Rollenmarkenvorläufer
1/3 Gr. auf Ortsbrief
BPP Attest
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BPP Attest

Ein Rollenmarkenvorläufer in diesem Sinn muss sein:

  • Eine Einzelfrankatur
  • Entweder oben und unten oder rechts und links, mit der Schere getrennt, an den anderen Seiten an der Zähnung getrennt
  • Auf vollständigem Beleg
  • Original haftend

Dabei werden der grüne und der orange Wert für Drucksachen oder Postkarten und der rote Wert für normale Briefe am häufigsten verwendet.

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