STAMPIT

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STAMPIT Code mit DataMatrix und weiteren Angaben
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STAMPIT Code mit DataMatrix und weiteren Angaben

STAMPIT ist die Frankiersoftware der Deutschen Post. Mit dieser kann ein Frankiervermerk mithilfe eines Windows-PCs erzeugt werden. Der Frankiervermerk besteht dabei aus einem DataMatrix-Code (2-D-Strichcode). Dieser enthält Daten zum Produkt, zum Portokonto, zur Empfängeradresse und eine eindeutige Nummer. Diese wird zur Verhinderung von Kopien eines Frankiervermerkes verwendet.

Das System besteht aus Postagepoint, welcher die Portokonten verwaltet, aus einem STAMPIT-Server, welcher die Applikationsschnittstellen bedient und aus den STAMPIT-Clients, welche bei den Kunden installiert sind. Die Schnittstellen des Systems sind nach Unterschrift eines Non-Disclosure Agreements bei der Deutschen Post zu beziehen. Eine Implementierung als freie Software ist deshalb nicht problemlos möglich.

Derzeit bietet die DP drei verschiedene Versionen an:

  • STAMPIT WEB
  • STAMPIT HOME für den privaten Nutzer
  • STAMPIT BUSINESS für Geschäfts- bzw. Großkunden

Das Porto wird online gekauft und die Briefmarken anschließend mittels des eigenen Druckers hergestellt, dabei werden Informationen zur Sendung wie die Adresse und die Höhe des entrichteten Portos in einen maschinenlesbaren DataMatrix-Code umgewandelt. Gemeinsam wurde diese Technik von der deutschen Firma GFT Technologies und dem US-amerikanischen Softwarehersteller Adobe entwickelt. Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bestehen nicht.

STAMPIT WEB wurde in Zusammenarbeit mit Adobe Systems entwickelt und in einer ersten Basisfunktion in die Auktions-Plattform eBay integriert. Später entwickelte die Post jedoch die zusätzlichen Angebote "STAMPIT HOME" und "STAMPIT BUSINESS", mit deren Hilfe Briefmarken u.a. auch direkt aus Anwendungen wie Word angefertigt werden können. Einige Zeit später kam "STAMPIT WEB" auf den Markt, bei diesem Produkt werden alle Vorgänge internetgestützt durchgeführt.

Zur Nutzung ist proprietäre Software, der Adobe Reader, und ein definierter Webbrowser erforderlich. Nach dem Test mit eBay ist es nun auch möglich, normale Sendungen mit STAMPIT WEB zu frankieren.

Kritiker bemängelten häufig die hohe Abhängigkeit der Anwender von den Angeboten der Post, insbesondere durch die nur mit einem Internetzugang erreichbare Portokasse. Andererseits ist nicht davon auszugehen, dass die Deutsche Post als Auftraggeber für Stampit Ihr Produkt für andere Anbieter öffnet. "STAMPIT WEB" konnte zunächst nur in Verbindung mit dem Internetbrowser "Internet Explorer" der Firma Microsoft benutzt werden. Seit Juni 2006 ist dies auch mittels Firefox der Mozilla Foundation möglich.<ref>Meldung bei Heise online</ref>

Mit STAMPIT können alle gängigen Brief- und Paketprodukte frankiert werden. Für den Druck kann weißes Normalpapier benutzt werden, auch der direkte Druck auf Briefumschläge aller üblichen Formate ist möglich. Weiterhin werden bedruckbare Klebeetiketten vieler Hersteller unterstützt.

Vor dem Druck müssen Absender- und Empfängeradresse eingegeben werden. Der Druck erfolgt nur, wenn beide Adressen auf Gültigkeit überprüft wurden. Die Angabe falscher Straßennamen oder Postleitzahlen ist damit ausgeschlossen.

STAMPIT eignet sich sehr gut, um Warensendungen bzw. Büchersendungen in Folie (passend verschweißt) zu verschicken, weil der Frankiervermerk durch die Folie gescannt werden kann. Dadurch kann passend zur Sendung die Verpackungsgröße variiert werden.

Die Frankierung von Postsendungen mit STAMPIT birgt aber auch Risiken. Kommt es zum Beispiel zu Störungen beim Druckvorgang (Papierstau, Druckkopfdefekt usw.), so ist es für den Anwender teilweise unmöglich, das bezahlte Porto wieder zurück zu erlangen, wenn kein eindeutiger Freimachungsvermerk hergestellt wurde. Daher ist es ratsam, vor jedem Ausdruck des Freimachungsvermerks den integrierten Testdruck zu durchlaufen. Die STAMPIT-BUSINESS-Version lässt Online-Porto-Rückerstattung zu, wenn der Benutzer einen Fehler auf seiner Seite hat, egal ob ausgedruckt wurde oder nicht. Der Frankiervermerk wird dem Portokonto auf Online-Anforderung gutgeschrieben, wenn die Sendung nicht befördert wurde.

Siehe auch

FRANKIT

Quellen

<references/>

Weblinks

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