Straßenposten

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Straßenposten

 Provisorische Gummistempel 28.5 bis 22.6.1961
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Provisorische Gummistempel 28.5 bis 22.6.1961

Zum Postbeförderungsdienst der Deutschen Bundespost gehörten zeitweise auch die Straßenposten. Diese, in der Fachsprache ‟Überlandposten mit Umarbeitung (ÜpU)”, genannten Posten dienten der Umarbeitung der zu transportierenden Sendungen auf die verschiedenen Postverteilerwege im LKW. Dazu mussten in die Lastkraftwagen Brieffachwerke eingebaut sein.Kraftposten dienten der Postbeförderung ohne Umarbeitung, meist verbunden mit Personenbeförderung.

Vorläufer

1936 bis 1939
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1936 bis 1939
Streckenstempel
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Streckenstempel

In Berlin gab es zwischen dem 1. November 1889 und dem 1. April 1900, zur Verbesserung des Stadtbriefverkehrs die ersten elf Straßenposten, die bei der Briefkastenleerung und den Annahmepostämtern anfallenden Sendungen, wurden auf der Fahrt zum Zustellpostamt bereits im Wagen sortiert.

Versuchsfahrten

Mehr als 35 Jahre später, zwischen 1936 und 1939, wurde auf den Strecken der Reichsautobahn versuchsweise erneut Straßenposten mit oder ohne Umarbeitung gefahren. Die Briefe oder Postkarten, die in den Briefkasten am Wagen eingeworfen wurden, erhielten einen ellipsenförmigen Streckenstempel. Die Daimler-Benz-Busse waren nur ungenügend gefedert, Die Postler bezeichneten sie als „Schüttelpost“. Am 4. Mai 1936 fanden erste Versuchsfahrten auf den Strecken Berlin-Leipzig und Berlin-Stettin statt.

Trierer Streckenstempel
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Trierer Streckenstempel

Nach dem Kriege

Trierer Streckenstempel
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Trierer Streckenstempel

Nach dem Kriege fuhr erstmals zwischen dem 20. März 1951 und dem 29. September 1962 eine Kraftkurspost zwischen Stade und Itzwörden. Im OPD-Bezirk Stuttgart wurde, vom 1. Januar 1952 an, die Post in einem Kraftpostwagen-Anhänger umgearbeitet. Bis zum 27. September 1964 kam ein alter (1932) Zweizeilenwendestempel zur Anwendung.

Mit der Einführung des Nachtluftpostnetzes (ab 1961) kamen es auch zur Einrichtung neuer Straßenposten. Nach einigen Versuchsfahrten wurden nach und nach Straßenposten planmäßig gefahren. Im Postkursbuch waren diese Strecken festgehalten. Zudem gab es Sonder ÜpU. Wie bei der Bahnpost unterschied man auch hier zwischen Üp A für Strecken auf denen alle Arten von Postsendungen und Üp B auf denen nur Postbeuten umgearbeitet wurden. Diese Unterscheidung wurde 1967 aufgegeben.

Jede UPÜ hatte eine bestimmte Fahrplannummer, die aus Grund- und Ordnungsnummer bestand. Die Grundnummer lag bis zum 30. Mai 1964 im Bereich der Zahlen 4001 – 8000.

Nach der bundesweiten Einführung der vierstelligen Postleitzahlen wurde die dreistelligen Postleitzahl mit einer vorangestellten „0“ des betriebsführenden Postamtes genommen. (Z.B. 0550 Trier-Koblenz 2)

Ende

Am 28. Mai 1988 traten die beiden, noch verbliebenen, Überlandposten ihre letzten Fahrten an.

Weiterführende Artikel:

Bluhme, Martin: ‟Die ÜpU bei der Deutschen Bundespost”, in Postpraxis, Zeitschrift für den Postbetriebsdienst 4/80 Heuer/Labitzke: ‟Die deutschen Straßenposten ÜpU Teil 1 und 2, Handbuch und Katalog, BArGe Bahnpost�

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