Wohlfahrtsmarke Audrey Hepburn

Aus StampsWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Alle Marken des Satzes
vergrößern
Alle Marken des Satzes

Die Wohlfahrtsmarke Audrey Hepburn der Deutschen Post AG aus dem Jahre 2001 gilt als die wertvollste moderne Briefmarke der Welt. Bislang sind nur vier Exemplare dieser nicht verausgabten Zuschlagmarke mit dem Bildnis der Schauspielerin Audrey Hepburn bekannt geworden. Der Nennwert beträgt 1,10 + 0,50 DM (bzw. 0,56 + 0,26 Euro).

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Die Filmrolle ersetzte die Marke mit dem Bild von Audrey Hepburn
vergrößern
Die Filmrolle ersetzte die Marke mit dem Bild von Audrey Hepburn

Diese Sondermarke hätte am 11. Oktober 2001 im Kleinbogen, bzw. 13. November 2001 als Briefmarkenheft, im Rahmen der WohlfahrtsserieFür die Wohlfahrtspflege 2001“ erscheinen sollen. Zusammen mit den vier Briefmarken von Charlie Chaplin, Marilyn Monroe, Greta Garbo und Jean Gabin hätte sie den Satz „Internationale Filmschauspieler“ bilden sollen. Stattdessen wurde jedoch eine Briefmarke mit dem Bildnis einer Filmrolle (Michel-Katalog-Nummer: 2220) verausgabt. Besonderheit an dieser Marke ist, daß statt der üblichen Bezeichnung: „Für die Wohlfahrtspflege“, „Hilf mit Wohlfahrts-Marken“ steht.

Das Bundesfinanzministerium musste wegen nicht erlangter Lizenzrechte eine Veröffentlichung der bereits hergestellten Wohlfahrtsmarke unterbinden. Der Sohn der Schauspielerin hatte Bedenken mit der Auswahl des Motivs, einer Szene aus dem Film Frühstück bei Tiffany, und verweigerte diese. Man geht davon aus, dass ihn die Zigarette gestört hatte. Schließlich wurden die Briefmarken auf Veranlassung der Deutschen Post vernichtet. Zwei Briefmarkenbögen wurden für die Nachwelt erhalten. Je einen bekam das Archiv der Post sowie das Archiv für Philatelie der Museumsstiftung Post und Telekommunikation.

Die bekannten Exemplare

Das erste Exemplar

Das erste Exemplar der Audrey Hepburn wurde vom Briefträger Werner Dürrschmidt aus Leupoldsgrün Ende des Jahres 2004 entdeckt. Dieser ist ein begeisterter Philatelist, der durch seine Arbeit als Briefträger zahlreiche Verbindungen zu Unternehmen in Deutschland aufgebaut hatte. Diese überließen ihm regelmäßig die Umschläge der Firmenpost und versorgten so den Sammler ständig mit neuem Material. In einem Päckchen einer niedersächsischen Firma mit 2000 bis 3000 Briefmarken fand er schließlich die ihm unbekannte Briefmarke mit dem Bildnis Audrey Hepburns.

Der Philatelist kontaktierte sofort einen Sammlerfreund, der ihm Näheres zu der nicht verausgabten Briefmarke sagen konnte. Ein Gutachter bestätigte die Echtheit der Marke und schätze ihren Wert auf 20.000 Euro. Dies erweckte ein großes Medieninteresse. Am 5. Januar 2005 wurde das Exemplar erstmals der Öffentlichkeit im Bonner Archiv für Philatelie präsentiert.

Dieses Exemplar konnte unter anderem gemeinsam mit seinem Finder auf der Nationalen Postwertzeichen-Ausstellung NAPOSTA vom 2. Juni bis 5. Juni 2005 im Hannover Congress Centrum begutachtet werden. Es galt als einer der größten Highlights der Briefmarkenausstellung. Statt des dritten Exemplars sollte eigentlich diese Marke als Erste versteigert werden. Ein Österreicher machte jedoch mit höchst unglaubwürdigen Aussagen über einen angeblichen Diebstahl Ansprüche auf die Marke geltend, so dass die Versteigerung abgesagt wurde. Die Klage wurde inzwischen vor dem Landgericht Hof abgewiesen, so dass die Versteigerung auf der Felzmann-Auktion am 6. Oktober 2006 vorgenommen werden konnte. Sie brachte 53.000 Euro (Ausruf 25.000 Euro). Über den Käufer ist nur bekannt, dass er aus Deutschland stammt. Damit haben alle drei Hepburn-Marken einen neuen Eigentümer gefunden.

Die Marke ist echt gelaufen und besitzt einen Tagesstempel aus dem Briefzentrum 12 (mb) (Schönefeld) vom 14. Oktober 2003 - 22 Uhr.

Das zweite Exemplar

Das zweite Exemplar dieser modernen Briefmarkenrarität wurde von dem 77-jährigen Sammler Walter H. aus Frankfurt gefunden. Dieser hatte die Briefmarke in seinem Album entdeckt, wo sie schon seit Monaten schlummerte. Auf Grund des großen Medieninteresses, das um die Entdeckung der ersten Hepburnmarke herrschte, war dem Sammler sofort klar, welch eine Rarität er gefunden hatte.

Diese Briefmarke wurde am 1. Juni 2005 erstmals über das Auktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden versteigert. Sie brachte 58.000 Euro ein. Ausgerufen wurde sie zuvor mit 20.000 Euro. Der neue Eigentümer aus Süddeutschland zeigte sich mit dem Verkaufspreis zufrieden und meinte „Mein Gebot wäre noch weiter gegangen.“.

Die Marke ist echt gelaufen und besitzt einen Tagesstempel aus dem Briefzentrum 10 (mc) (Berlin) vom 2. November 2003 - 20 Uhr.

Das dritte Exemplar

Am Freitag 7. Oktober 2005 wurde in Düsseldorf beim Auktionshaus Felzmann das schönste der drei bislang bekannten Exemplare versteigert, ein linkes oberes Eckrandstück - für den Rekordpreis von 135.000 Euro, ausgerufen wurde die Marke mit 50.000 Euro. Der glückliche neue Besitzer ist Finanzinvestor Gerd Bennewirtz aus dem niederrheinischen Korschenbroich. In billiger Kiloware hatte ein Finder aus dem Raum Berlin-Brandenburg das einwandfreie erhaltene Eckrandstück mit der Filmdiva entdeckt. Monatelang hatte der Sammler seiner Marke keine Beachtung geschenkt, bis ihm der Wirbel um die zwei anderen Exemplare zu Ohren kam.

Die Marke ist echt gelaufen und besitzt einen Tagesstempel aus Kleinmachnow 1 (PLZ 14532) vom 11. Februar 2004 - 18 Uhr.

siehe auch

Weblinks

Artikel

Bilder

it:Francobollo di Audrey Hepburn

Persönliche Werkzeuge
Externe Links
Briefmarken Suchmaschine
stampsX-Forum, kompetente Antworten zu philatelistischen Fragen
Stempeldatenbank
Philalinks
Registrieren