Département der Leine

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* Friedrich Justin Bartuch: ''Allgemeine Geographische Ephemeriden'', verfasst von einer Gesellschaft von Gelehrten, Weimar, verschiedene Jahrgänge. – 36 Band: Hassel, Georg: ''Statistischer Bestand des Königreichs Westphalen'', 1811. * Friedrich Justin Bartuch: ''Allgemeine Geographische Ephemeriden'', verfasst von einer Gesellschaft von Gelehrten, Weimar, verschiedene Jahrgänge. – 36 Band: Hassel, Georg: ''Statistischer Bestand des Königreichs Westphalen'', 1811.
* Peter Adolph Winkopp: ''Der Rheinische Bund'', eine Zeitschrift historisch-politisch-statisch-geographischen Inhalts, Mohr, Frankfurt a. M. 1810, verschiedene Jahrgänge. * Peter Adolph Winkopp: ''Der Rheinische Bund'', eine Zeitschrift historisch-politisch-statisch-geographischen Inhalts, Mohr, Frankfurt a. M. 1810, verschiedene Jahrgänge.
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Departement der Leine Leinedepartement Département de la Leine
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Departement der Leine
Leinedepartement
Département de la Leine


Basisdaten (1810)
Bestehen 1. Dezember 1807 bis 1813
Königreich: Westphalen
Präfektur: Göttingen
Einwohner: 234.661 (Dezember 1810)
Distrikte: Göttingen
Einbeck
Rinteln
Präfekt: Franzen (versetzt ins Allerdepartement)

1811 Rittmeister Delius

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Karte des Departements der Leine

Das Departement der Leine (Département de la Leine) oder Leine-Departement war von 1807 bis 1813/14 eine von acht Departements genannten Verwaltungseinheiten des Königreichs Westphalen. Dieses Departement umfasste ein Gebiet von der Werra über Göttingen, Einbeck und Rinteln bis an die Weser nördlich von Minden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 1. Dezember 1807 wurde das Departement der Leine aus dem Fürstentum Göttingen, aus einem Teil des Fürstentum Grubenhagen, einem Teil der Länder Hildesheim, Braunschweig und Hessen gebildet. Hauptort des Departements war Göttingen.

Am 1. September 1810 kam der Rest des Herzogtum Hannovers ins Departement der Leine. Es war dies das zwischen den Distrikten Hannover (Departement der Aller), Hildesheim (Departement der Oker) und Einbeck liegende hämelsche Quartier des Fürstentum Calenberg.

Die Distrikte Göttingen und Einbeck blieben unverändert. Der Distrikt Rinteln bestand nun aus dem oben genannten Teil von Calenberg, der Herrschaft Spiegelberg, dem Canton Ottenstein (vom Distrikt Höxter aus dem Departement der Fulda) und den Kantonen Rinteln und Oldendorf (vom Distrikt Rinteln aus dem Departement der Weser). Aus dem Distrikt Rinteln kamen Sachsenhagen, Obernkirchen, Rodenberg und Freuenberg ins Departement der Aller.

Kaiser Napoleon zog eine Linie nordwestlich von Weser, Werre, Johannisbach und Schwarzbach. Er annektierte das Gebiet nördlich dieser Linie, bis zur Küste, um seine Kontinentalsperre unter bessere Kontrolle zu bringen. Es entstanden die Hanseatischen Departements. Daraufhin kamen am 1. Januar 1811 die Distrikte Rinteln, ohne die Exklaven und die Gebiete rechts der Weser, zum französischen Departement der Oberen Ems. Im Distrikt Einbeck wurde der Kanton Halle nicht mehr aufgeführt.

Zustand 1811

Das Departement der Leine war 1810 etwa 74 Quadratmeilen oder 225 Lieues (franz. Wegstunde) oder 1.631.121 Braunschweigische Morgen groß. Rechnet man die Quadratmeilen zu 55 km², so kommt man auf eine Gesamtfläche von 4.070 km². Die Einwohnerzahl wird zum 31. Dezember 1810 mit 233.027 angegeben. Sie lebten in 19 Städten, 22 Marktflecken, 5 Vororten, 526 Dörfern, 96 Weilern und 222 Einzelgebäuden mit insgesamt 174.486 Feuerstellen. Den 58.541 Stadtbewohnern standen 174.486 Landbewohner gegenüber.

Das Departement bestand aus 3 Distrikten, 42 Kantonen, 362 Gemeinden, 34 Kantonmairien und 42 Friedensgerichten. Der Appellationshof war in Kassel. Die Hauptstadt war Göttingen.

  • Der Distrikt Göttingen hatte 83.416 Einwohner und umfasste 1312,5 km² in 7 Städten, 5 Markflecken, 179 Dörfern, 17 Weilern und 84 Einzelgebäuden mit insgesamt 12.435 Feuerstellen, oder in 8 Kantonen und 145 Gemeinden. Die Distrikthauptstadt war Göttingen.
  • Der Distrikt Einbeck hatte 73.979 Einwohner und umfasste 1.155 km² in 6 Städten, 6 Markflecken, 3 Vororten, 157 Dörfern, 41 Weilern und 81 Einzelgebäuden mit insgesamt 9.581 Feuerstellen oder 14 Kantonen und 101 Gemeinden. Die Distrikthauptstadt war Einbeck.


Das Königreich Westphalen war in Departements, die Departments in Distrikte, diese in Kantone und letztere in Munizipalitäten eingeteilt. Einteilung des Département der Leine

Die Präfekturen

Das Departement der Leine hatte seinen Sitz im Michaelishaus (Göttingen). Es wurde geleitet vom Präfekten Franzen, unterstützt von seinem Sekretär Piautaz.

Der Ratsversammlung gehörten die Herren Westfeld, Baron von Grote und Westphal an.

Zur Ratsversammlung des Unterpräfekts von Göttingen gehörten 1810 Christiani, Ludewig, Sedchenchen, Piautaz, Gleim, von Grote, von Goetz, Koch, Pansen und von Seebach, 1811 Graf von Hardenberg (Präsident) Bornemann, Bötticher, Ernst, Goetz, von Oldenhausen, John, Lüder, von Mansberg, Scheidemann, Tuckermann, von Wangenheim, Wedemeyer, Wagemann, Bode und von Campen,

Weitere Unterpräfekten gab es in

  • Einbeck: der Unterpräfekt Pini mit seinem Sekretär Walter,
  • 1811 Rinteln: der Unterpräfekt von Haxthausen mit seinem Sekretär Schwarzenberg

Postmeister im Departement der Leine

Das Königreich Westphalen hatte die Posthoheit im Lande (siehe Postgeschichte des Königreichs Westphalen). Einteilung der Département der Leine

Siehe auch

Literatur

  • Almanach royal de Westphalie, Kassel: L´Imprimerie Royal, 1810 bis 1813.
  • Kgl. Dekret, wodurch die Einteilung des Königreichs in acht Departements angeordnet wird. Cassel, 24. Dezember 1807.
  • Handbuch über das Königreich Westphalen zur Belehrung über Land und Einwohner, Verfassung, Verwaltung und äußere Verhältnisse des Staates überhaupt und seine einzelnen Theile insonderheit, nebst einem Verzeichnisse der vornehmsten Hof- und Staats-Beamten. Halle, bey Hemmerde und Schwetschke 1808
  • Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Westphalen. Hannover, bei der Gebrüdern Hahn, 1811
  • Special-Atlas des Königreichs Westphalen bestehend aus acht Departements- und einer General-Charte auf höchsten Königl. Befehl nach Official-Quellen, Weimar, Verlag des Geographischen Instituts, 1811 (Maßstab ca. 1:280.000)
  • Friedrich Justin Bartuch: Allgemeine Geographische Ephemeriden, verfasst von einer Gesellschaft von Gelehrten, Weimar, verschiedene Jahrgänge. – 36 Band: Hassel, Georg: Statistischer Bestand des Königreichs Westphalen, 1811.
  • Peter Adolph Winkopp: Der Rheinische Bund, eine Zeitschrift historisch-politisch-statisch-geographischen Inhalts, Mohr, Frankfurt a. M. 1810, verschiedene Jahrgänge.
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