Oberpostdirektion

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(Preußen und Norddeutscher Postbezirk 1850-1871)
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Die moderne Organisation des Postwesens nahm ihren Beginn mit der Reform der Staatsverwaltung in Preußen, wo bereits [[Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom Stein|Freiherr vom Stein]] und [[Karl August von Hardenberg|Hardenberg]] zu Anfang des 19. Jahrhunderts Reformpläne vorlagen, die jedoch nicht realisiert wurden. Der Anstieg des Postverkehrs, insbesondere gefördert durch das expandierende Eisenbahnwesen, ließ eine Neuordnung des seit 1822/23 direkt dem König unterstellten Postwesens aber immer dringender werden. Die moderne Organisation des Postwesens nahm ihren Beginn mit der Reform der Staatsverwaltung in Preußen, wo bereits [[Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom Stein|Freiherr vom Stein]] und [[Karl August von Hardenberg|Hardenberg]] zu Anfang des 19. Jahrhunderts Reformpläne vorlagen, die jedoch nicht realisiert wurden. Der Anstieg des Postverkehrs, insbesondere gefördert durch das expandierende Eisenbahnwesen, ließ eine Neuordnung des seit 1822/23 direkt dem König unterstellten Postwesens aber immer dringender werden.

Version vom 17:10, 27. Okt 2011

Oberpostdirektion (OPD) war in Deutschland die Bezeichnung für eine regionale Mittelbehörde bzw. Verwaltungseinheit der Postverwaltungen. Oberpostdirektionen wurden erstmals in Preußen 1850 eingerichtet und bestanden in beiden deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg fort. In der DDR wurden die OPDs 1954 aufgelöst, in der Bundesrepublik im Zuge der Postreform I nach 1990.

Inhaltsverzeichnis

Preußen und Norddeutscher Postbezirk 1850-1871

Die moderne Organisation des Postwesens nahm ihren Beginn mit der Reform der Staatsverwaltung in Preußen, wo bereits Freiherr vom Stein und Hardenberg zu Anfang des 19. Jahrhunderts Reformpläne vorlagen, die jedoch nicht realisiert wurden. Der Anstieg des Postverkehrs, insbesondere gefördert durch das expandierende Eisenbahnwesen, ließ eine Neuordnung des seit 1822/23 direkt dem König unterstellten Postwesens aber immer dringender werden.

Entwürfe des Generalpostdirektors Gottlieb Heinrich Schmückert sahen 1849 eine Dezentralisierung durch eine Mittelbehörde vor. Durch eine Kabinettsorder vom 19. September 1849 wurde in jedem der 26 Regierungsbezirke Preußens eine Oberpostdirektion ins Leben gerufen. Sie nahmen am 1. Januar 1850 ihre Tätigkeit auf. Diese Verwaltungsgliederung wurde 1868 auf den Norddeutschen Postbezirk und 1871 auf die Reichspost übertragen.

Reichspost 1871-1945

Die Anzahl der Oberpostdirektionen in Deutschland stieg von 33 im Jahr 1871 auf 41 im Jahr 1897. Nach dem Ersten Weltkrieg verringerte sich ihre Zahl durch die abgetretenen Gebiete auf 38, doch bereits 1920 erhöhte sich die Zahl durch die Fusion der Badischen und Bayerischen Posten mit der Reichspost auf 45. Im Zuge der Verwaltungsvereinfachung wurden 1934 fünf Oberpostdirektionen aufgelöst. Nach dem Votum der Saarländer für das Deutsche Reich 1935 kam eine weitere OPD hinzu, nach dem Anschluss Österreichs 1938 fünf weitere. Mit der Wiedereingliederung der nach dem Ersten Weltkrieg abgetretenen Ostgebiete nach dem Überfall auf Polen 1939 stieg die Zahl der Oberpostdirektionen auf 51. 1943 wurden 13 wieder aufgelöst. Bis 1945 wurden Oberpostdirektionen als Reichspostdirektionen bezeichnet.

Deutsche Bundespost

Bei der Deutschen Bundespost bestanden vor Inkrafttreten der Postreform I im Jahre 1990 von den ehemals 44 nur noch 17. Den Oberpostdirektionen unterstanden die Postämter, Fernmeldeämter, Fernmeldezeugämter, Postscheckämter, Postgiroämter und Postsparkassenämter. Den Oberpostdirektionen nicht unterstellt waren die zentralen Mittelbehörden Posttechnische Zentralamt (PTZ), Fernmeldetechnische Zentralamt (FTZ), Sozialamt der Deutschen Bundespost (SAP), Zentralstelle für Entwicklungen (ZfE), Zentralamt für Zulassungen im Fernmeldewesen (ZZF) und das Zentralamt für Mobilfunk. Die Oberpostdirektionen wurden im Rahmen der Postreform I aufgelöst, da die Aufgaben nun von den einzelnen Geschäftsbereichen jeweils eigenständig wahrgenommen wurden und eine gemeinsame Behörde nicht mehr sinnvoll war, da diese sonst mehreren Generaldirektionen unterstanden wäre.

Deutsche Post der DDR

Bei der Deutschen Post der DDR wurden die Oberpostdirektionen (OPD) am 1. Oktober 1945 auf SMAD-Befehl geschaffen. Es bestanden zunächst 6 OPD mit den örtlichen Zuständigkeiten für die Länder, Provinzen der SBZ sowie Berlin. Sie gaben eigenständig Postwertzeichen aus, deren Gültigkeit mit dem 31. Oktober 1945 endete. Auch den OPD der DP waren die Dienststellen Postamt, Fernsprechamt, Telegrafenamt, -bauamt, Telegrafenzeugamt, Kfz-Werkstatt, Bahnpostamt aber auch das Postscheckamt unterstellt. Die OPD wurden am 1. Januar 1953 durch 14 Bezirksdirektionen für Post- und Fernmeldewesen (BPF) abgelöst, am 18. Februar 1954 folgte als letzte OPD die von Berlin.

Für die Westsektoren wurde die Landespostdirektion Berlin (LPD) eingerichtet, während dessen Oberpostdirektionen Teil der Bundesverwaltung waren.

Die Oberpostdirektionen waren auch für die Zulassungen der Kraftfahrzeuge mit dem Kennzeichen "BP" zuständig. Diese Fahrzeuge trugen als Zulassungsplakette auch das Dienstsiegel der jeweiligen Oberpostdirektion.

Liste der Oberpostdirektionen (unvollständig)

Oberpostdirektion Hamburg in der City Nord
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Oberpostdirektion Hamburg in der City Nord
  • Oberpostdirektion Aachen (1850-1870 und 1876-1943)
  • Oberpostdirektion Bamberg (1907-1943)
  • Oberpostdirektion Berlin (1948-1954)
  • Oberpostdirektion Braunschweig (1868-1977)
  • Oberpostdirektion Bremen (1874-1989)
  • Oberpostdirektion Breslau (1867 - 1945)
  • Oberpostdirektion Bromberg (1876-1920)
  • Oberpostdirektion Chemnitz (1945)
  • Oberpostdirektion Danzig
  • Oberpostdirektion Darmstadt (1867-1934)
  • Oberpostdirektion Dortmund (1850-1989)
  • Oberpostdirektion Dresden (1945-1952)
  • Oberpostdirektion Düsseldorf (1850-1989)
  • Oberpostdirektion Erfurt (1928-1952)
  • Oberpostdirektion Frankfurt am Main (1867-1989)
  • Oberpostdirektion Frankfurt an der Oder (1850-?)
  • Oberpostdirektion Freiburg im Breisgau (1945-1989)
  • Oberpostdirektion Halle (Saale) (1850-1934 und 1946-1952)
  • Oberpostdirektion Hamburg (1868-1989)
  • Oberpostdirektion Hannover (1867-1989)
  • Oberpostdirektion Karlsbad (1939-1943)
  • Oberpostdirektion Karlsruhe (1872-1989)
  • Oberpostdirektion Kassel (1867-1943)
  • Oberpostdirektion Kiel (1867-1989)
  • Oberpostdirektion Koblenz (1850-1989)
  • Oberpostdirektion Köln (1850-1989)
  • Oberpostdirektion Köslin (1850-1943)
  • Oberpostdirektion Konstanz (1872-1934)
  • Oberpostdirektion Landshut (1907-1943)
  • Oberpostdirektion Liegnitz (1850-1934)
  • Oberpostdirektion Mainz (nach 1919)
  • Oberpostdirektion Marienwerder (1850-1871)
  • Oberpostdirektion Metz (1871-1919)
  • Oberpostdirektion Minden (1850-1869 und 1876-1934)
  • Oberpostdirektion München (1907-1989)
  • Oberpostdirektion Münster (1850-1989)
  • Oberpostdirektion Neustadt an der Weinstraße (1945-1977)
  • Oberpostdirektion Nürnberg (1907-1989)
  • Oberpostdirektion Oldenburg (1868-1943)
  • Oberpostdirektion Oppeln
  • Oberpostdirektion Potsdam (1945-1952)
  • Oberpostdirektion Regensburg (1907-1989)
  • Oberpostdirektion Saarbrücken (1935-1989)
  • Oberpostdirektion Schwerin (1945-1952)
  • Oberpostdirektion Speyer (1907-1943)
  • Oberpostdirektion Stralsund (1850-1868)
  • Oberpostdirektion Straßburg im Elsaß (1871-1918)
  • Oberpostdirektion Stuttgart (1920-1989)
  • Oberpostdirektion Trier (1850-1977)
  • Oberpostdirektion Troppau (1939-1943)
  • Oberpostdirektion Tübingen (1945-1977)
  • Oberpostdirektion Wien (1938-1945)
  • Oberpostdirektion Wiesbaden-Biebrich (nach 1919)
  • Oberpostdirektion Würzburg (1907-1943)

Siehe auch:

Weblinks

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